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Basilisken – von Jesus, Echsen und Archonten

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Das Jahr 2017 ist im chinesischen Horoskop das Jahr des Feuerhahns. Und dazu passen Geschichten von Hahneneiern und feurigem Atem. Es geht jedoch auch um Echsen, Jesus und Archonten.

Welches Lebewesen hat die Fähigkeit über Wasser zu laufen? Bis auf ein paar leichtfüßige Insekten ist da nur der biblische Jesus Christus bekannt UND eine spezielle Echsenart – die Basilisken – auch Jesus Christus Echsen genannt. Da Jesus auf Bildern dargestellt wird, wie er Basilisken zertritt, ist anzunehmen, dass er keine Konkurrenten beim Wasserlaufen duldet.
Wie eine ausgewachsene Echse es schafft, über das Wasser zu laufen, ist schon erstaunlich. Sie sprinten über die Urwaldseen und -flüsse zwischen dem Süden Mexikos und dem Norden Brasiliens – und das rund zehn Meter. Ermöglicht wird das zum einen durch die hohe Geschwindigkeit des etwa 200 Gramm schweren Tieres: Je schneller etwas auf der Wasseroberfläche auftrifft, umso fester wird diese als Untergrund. Diesen Effekt macht sich die Jesus-Echse zunutze indem sie ihre Füße mit sehr hoher Geschwindigkeit (etwa 8km/h) auf die Oberfläche klatscht. Dass die Echse über das Wasser gehen kann, hängt außerdem mit den Häuten an ihren Füßen zusammen. Durch eine spezielle Struktur bilden sich kleine Luftpolster unter der Sohle, die den Tieren zusätzlichen Auftrieb verleihen. Sollte sie doch einmal ins Wasser eintauchen macht das nichts, denn die Leguane sind sehr gute Schwimmer und können bis zu 30 Minuten am Stück tauchen. Die Eidechsen haben einen langen Körper und große Füße. An ihren Zehen hängen fransenähnliche Fortsätze, offenbar, um mit einer möglichst großen Fläche auf der Wasseroberfläche aufzusetzen. Es hat sich gezeigt, dass die Kräfte nicht nur nach oben, sondern auch nach beiden Seiten gerichtet sind. Vor allem dieser seitlich ausgeübte Druck ermöglicht die stabile Fortbewegung auf dem flüssigen Untergrund. Die Jesus-Christus-Echsen heißen bei Biologen Basilisken und umfassen vier Arten: den Helm-, den Ecuador-, den Stirnlappen- und den Streifenbasilisken. Diese Tiere zählen zur Familie der Leguane. Sie leben hauptsächlich auf Bäumen im tropischen Regenwald Lateinamerikas, jedoch nie weit entfernt von einer Wasserstelle. Kommt ihnen eine Schlange zu nahe, lassen sie sich vom Baum ins Wasser fallen und rennen aufrecht davon.

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Was bedeutet Basilisk?
Das Wort Basilisk bedeutet im Griechischen “Kleiner König“ (Basiliskos), der lateinische Begriff dafür ist Regulus. Basilisk ist jedoch älter als altgriechisch und auch schon zum Beispiel im Mykenischen als „gwasileus“ (Fürst) zu finden.
Gr. Basileia für Königtum
Gr. Basileus für Leiter/Herrscher/ König
Gr basilike für Basilika = Prachtbau für Handel und Gerichtsverhandlungen
Basilikon für Basilikum, königliches Kraut mhd. basilie, basilig
Basilikos für königlich
Basiliskos für kleiner König, Häuptling
Mhd. basiliske für Fabelwesen mit tödlichem Blick
Das griechische Wort „basileus“ [βασιλεύς] König bedeutet wörtlich etwa „Volksführer“. Das erste Element (bainein [βαίνειν] gehen) ist dabei sowohl mit deutsch „kommen“ als auch gleichbedeutendem lateinischen venire urverwandt, da alle auf die indoeuropäische Verbalwurzel GʷEM zurückgehen; der Zusammenhang wird klarer ersichtlich, wenn man sich die mykenisch–griechische Form gwasileus „Fürst“ vor Augen führt. Das zweite Element (laos [λαός] Volk) leitet sich von einer indoeuropäischen Wurzel LEUDʰ „heraufwachsen“ ab, die auch dem deutschen „Leute“ zugrunde -liegt; weitere Verwandte sind russisch lyudi [люди] Leute, altenglisch „leod“ und litauisch „liaudis“ Volk sowie lateinisch „liber“ freier Mann.

Das Wort „basil“ dient auf erstem Blick völlig unterschiedlichen Wörtern als Stamm. Der Wortstamm ist wie oben beschrieben weltweit verbreitet. Das Heilkraut Basilikum oder Basilienkraut heißt im Englischen „Basil“, im Französischen „Basilie“, im Italienischen „Basilico“, sogar im Baskischen so ähnlich – nämlich „Brasila“ und auf Hinsi „Besil“ oder „Tulsi“. Hier haben wir einen Hinweis auf die religiöse Bedeutung des Heiligen Basilikums. In Indien ist das Kraut Vishnu geweiht und symbolisiert seine Gefährtin Lakshmi. Basilikum gilt als eine Verkörperung von Lakshmi.
In der Endzeit soll die 10. und letzte Verkörperung von Vishnu als Kalki auf einem weißen Pferd am Himmel erscheinen – als Erretter der Erde bzw. Zerstörer der alten Welt, ganz ähnlich wie Jesus Christus.
Es gibt eine weitere Verbindung zwischen Jesus und der Echse und zwar in der Bibelstelle Jesaja 11. Dort ist zu lesen unter „der Messias und sein Friedensreich“: „Die Wölfe werden bei den Lämmern wohnen und die Parder bei den Böcken liegen. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben. Kühe und Bären werden auf der Weide gehen, dass ihre Jungen beieinander liegen; und Löwen werden Stroh essen wie die Ochsen. Und ein Säugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein Entwöhnter wird seine Hand stecken in die Höhle des Basilisken. Man wird niemand Schaden tun noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land ist voll Erkenntnis des Herrn, wie Wasser das Meer bedeckt.“

Das Basilikumkraut soll übrigens bei sich getragen, gegen Drachen, Schlangen und Basilisken schützen.

Der Basilisk als Fabelwesen

Eine Beschreibung des Basilisken finden wir im Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens (Bächtold Stäubli)
„Wenn ein alter Hahn (von 7, 9, 14 oder 20 Jahren) ein Ei in den Mist legt und dies entweder durch die Wärme oder von einer Schlange bzw. Kröte ausgebrütet wird, entsteht aus einem solchen dotterlosen Basiliskenei ein seltsames Fabeltier von der allgemeinen Gestalt eines Hahns, aber mit Drachenflügeln, einem Adlerschnabel, einem Eidechsenschwanz und mit einem Krönlein auf dem Kopf; denn er ist der König unter den Schlangen. Dieses Untier, also ein Mischwesen von Hahn und Drache, haust in Kellern, Im Gestein, wo er Schätze hütet, und besonders gern in tiefen Brunnenschächten. Es hat einen giftigen Hauch, macht das Gras verdorren und Steine zerspringen. Des Basilisken gefährlichste Eigenschaft ist aber sein stechender Blick, der Menschen und Tiere tötet; entweder fällt man sogleich um, oder man ist wie gebunden und kann sich weder rühren noch von der Stelle fortbewegen.

Um das Ungeheuer unschädlich zu machen, nähert man sich mit Spiegeln; sieht es darin den eignen Blick, dann kommt es um. Auch vermag es den Geruch des Wiesels nicht zu ertragen, weshalb man ein Wiesel in seine Höhle bringt, um es zu töten. Aber auch der Hahn selbst ist ein natürlicher Feind des Basilisken. Dies liegt daran, dass der Basilisk einen Hahnenschrei nicht überlebt.“

Das Basiliskenei hat man in Ägypten mit dem giftigen Ibisei, den Basilisken selbst wohl auch mit der Uräusschlange in Zusammenhang gebracht. Das Hahnenei kann nichts Gutes bringen – weil es eben naturwidrig ist – wie ein krähendes Huhn, dem man nach dem Volksglauben auch den Hals umdrehen soll. Man lässt daher einen Hahn, und gar einen schwarzen, nicht alt werden.
Im Mittelalter wurde für den Basilisken auch die Bezeichnung Cockatrice verwendet. Wobei Cockatrice im englischen Sprachraum üblicher ist als Basilisk. (cock bedeutet Hahn)
Eine Legende sagt, die Cockatrice schlüpfe aus einem schalenlosen, dotterlosen oder weichschaligen Ei, das von einem siebenjährigen Hahn gelegt wurde, als der Stern Sirius (Verbindung zu Ägypten) am Himmel zu sehen war. Regional wurde in Frankreich auch die Bezeichnung Cocodrille verwendet, es stammt ebenso vom Hahn ab, verändert aber sein Aussehen. Aus dem Ei schlüpft eine Schlange, später wachsen ihr Beine und es wird ein Salamander. Wenn dieser sich letztendlich in einen Drachen verwandelt, fliegt er zum Turm von Babylon und verbreitet auf dem Weg dorthin Krankheiten.

Der Basilisk trägt seinen Namen vielleicht deshalb, weil er in seiner Giftigkeit alle Schlangen so sehr übertrifft, wie ein König durch seinen Purpur und seine königlichen Abzeichen seine Untertanen überragt.

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Symbolik
Basilisken symbolisieren den Tod, den Teufel, die Sünde und den Antichristen. Unter den Todsünden wird der Basilisk oft mit der Wollust, aber auch mit Neid und Hochmut gleichgesetzt. Häufig wird Christus dargestellt, wie er einen Basilisken zertritt (hmmm…..zertreten ist als Gegenmittel sonst nirgends angeführt, funktioniert wohl nur bei Jeus)
In der Bibel finden wir bei Jesaja 59,5 folgendes: Basiliskeneier brüten sie aus/und weben Spinnengewebe weben sie. Wer von ihren Eiern isst, stirbt; /wird eins zertreten, so kriecht eine Otter heraus.
In manchen Übersetzungen ist hier auch von Schlangeneiern oder von Cockadrice die Rede. Unter einem Basiliskenei versteht man auch ein Geschenk, das in böser Absicht gegeben wird. Ein Basiliskenei ausbrüten steht für die Gefährlichkeit dichterischer Evokationen und wurde unter anderem von Heine und Nitzsche verwendet.

Aus der Mythologie kennen wir die Sage von der gefürchteten Gorgone Medusa. Die ursprünglich betörende Schönheit wurde von Pallas Athene in ein Ungeheuer mit Schlangenhaar, langen Schweinshauern, Schuppenpanzer, bronzenen Armen, glühenden Augen und heraushängender Zunge verwandelte. Der Anblick ließ jeden Mann zu Stein erstarren. Perseus gelang die Überlistung der Medusa, indem er sich eines Spiegels bediente und ihr das Haupt abschlug. Dann entsprang der erste Pegasos ihrem Haupt, sowie der Krieger Chrysaor. Das Medusenhaupt im Beutel, flog Perseus mit Pegasos übers Meer nach Äthiopien, wo er die Königstochter Andromeda errettete. Aus dem Schlangenhaar der Medusa sollen der Sage nach Basilisken entstanden sein.

Namentlich erwähnt wird der Basilisk bereits bei Demokrit sowie bei Bolos von Mendes. Es heißt, dass bei einer Stadtbelagerung durch Alexander den Großen zweihundert Mazedonier ihr Leben verloren, da ein kleiner Basilisk zwischen den Steinen der Wallmauer hauste und alle Soldaten mit seinem Blick getötet habe.


Auch Hildegard von Bingen (1098-1179) berichtet vom Basilisken: Ein Basilisk entstehe dadurch, dass er von einer Kröte aus einem Hühner- oder Schlangenei ausgebrütet werde. „Als sich die Kröte einst trächtig fühlte, sah sie ein Schlangenei, setzte sich zum Brüten darauf, bis ihre Jungen zur Welt kamen. Diese starben; sie aber bebrütete das Schlangenei weiter, bis sich darin Leben regte, das asbald von der Kraft der Paradiesschlange beeinflusst wurde….Das Junge zerbrach die Schale, schlüpfte aus, gab aber sogleich einen Hauch wie heftiges Feuer von sich…tötete alles, was ihn in den Weg kommt.“ (Biedermann 2000; Kircher 2008, 92)
Gestritten wurde damals darüber, ob er nun aus einem Hahnenei oder dem Ei eines Ibis schlüpfe. Sobald dieser Basilisk auf die Welt kommt, soll er seine Umgebung mit seinem giftigen Atem und bis zu fünf Ellen tiefen Flammen belästigt haben.


Alchimisten konnten ihn angeblich sogar künstlich erzeugen, indem Menstruationsblut in eine Flasche gefüllt wurde und diese in einem Pferdebauch faulen gelassen wurde. Der Basilisk hat bei den Alchimisten unterschiedliche Bedeutungen. So steht er für den Stein der Weisen und für Quecksilber (mercurius) bzw. für die Verbindung von Quecksilber mit anderen Metallen, also einem Sinnbild für Amalgam. Diese Amalgamation (Zusammenführung von Gegensätzen) repräsentiert der Basilisk durch seine Vereinigung von Vogel und Schlange in einem Wesen.

Findet man einen frisch geschlüpften Basilisken, so gibt es ein Rezept zur weiteren Verwendung: Den oder die Basilisken verbrennen und die Asche mit dem Blut eines rothaarigen Menschen und scharfen Essig vermischen. Diese Mischung auf ein Kupferblättchen streichen, dieses zur Weißglut erhitzen und mit der Mischung wieder ablöschen. Nach mehrmaligem Wiederholen des Vorgangs hat die Mischung das Kupfer durchdrungen und dieses nimmt die Farbe und da Gewicht des Goldes an.
Bis in die Neuzeit wurden Basilisken auf Jahrmärkten ausgestellt. Hier wurde manchmal etwas getrickst – so berichtet Meyers Konversations-Lexikon folgendes: „Man stutzte junge Rochen durch Verzerrung des Körpers nach der eingebildeten Gestalt zu, setzte ihnen Glasaugen in die Nasenlöcher und ließ sie für Geld sehen. Dergleichen künstliche Basilisken werden noch hier und da in alten Naturaliensammlungen gefunden.“

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Das Bauwerk Basilika
Die Basilika hatte ursprünglich mit den Archonten zu tun – genauer gesagt mit dem Archont Basileus – er war der oberste sakrale Kultbeamte im antiken Griechenland. Die Basilika war der Name großer, zu Gerichtssitzungen und Handelsgeschäften (z.B. Markthalle) bestimmter Prachtgebäude. Erst im Zuge der Christianisierung wurde der Begriff auf Kirchengebäude übertragen. Basilika ist auch kanonisch-kirchenrechtlicher Ehrentitel der katholischen Kirche und wird vom Papst verliehen. Die Kirche des Papstes im Lateran zu Rom nennt sich Erzbasilika. Das ist interessant, denn in der mykenischen Zeit war der Basileus (qa-si-re-u) ein untergeordneter vermutlich mit Erzabbau oder Metallverhüttung befasster lokaler Funktionsträger.

Basileus
War in der mykenischen Zeit der Basileus eben ein untergeordneter Funktionsträger und der Herrscher ein Wanax, so veränderte sich der Gebrauch des Titels im Laufe der Jahrhunderte. Basileus war unter Homer und Hesiod eher ein Adeliger oder Beamter, es gab mehrere nebeneinander. Im klassischen Griechenland wurden die Adeligen dann Aristoi und die Monarchen wurden als Basileus bezeichnet. Der persische König bezeichnete sich selbst als Basileus Basileon (König der Könige). Die Bedeutung von Basileus als Monarch setzte sich im Hellenismus endgültig durch und wurde auch von Alexander dem Großen verwendet. Seit 629 war Basileus dann der Titel der oströmischen (byzantischen) Kaiser – Herrscher in Gottes Auftrag. Dieser Herrscher musste nicht purpurgeboren sein, das Kaiseramt wurde damals nicht weitervererbt. Der Titel Basileus veränderte sich in weiterer Folge vom König oder Herrscher zum Kaiser.

König Karl der Große ließ sich am 25.12. 800 in Rom zum weströmischen Kaiser krönen. Zugleich beanspruchte er den oströmischen Thron, da der Basileus von Konstantinopel verstorben war und noch kein Nachfolger ernannt worden war. Zur Legitimation wollte Karl die Kaiserwitwe Irene heiraten. Diese lehnte allerdings mit der Begründung der niederen Abstammung Karls ab. Zwar war Karl als Sohn des fränkischen Königs Pippin königlichen Blutes, jedoch war Pippin bei Karls Geburt noch nicht der regierende Herrscher; demnach war Karl nicht purpurgeboren (dazu folgt ein anderer Artikel). Die letzten, die unter dem Titel Basileus herrschten, waren bis 1974 die Könige von Griechenland, zuletzt Konstantin II.

Basilisken in Österreich
Das Wahrzeichen von Klagenfurt ist der Lindwurm. Im Althochdeutschen bedeutet „lint“ Schlange. Der Lindwurm ist meist zweibeinig, aber auch vier oder mehr Beine sind möglich. Er ähnelt einem Drachen und wird manchmal als Unterart bezeichnet, hat keine oder nur kurze Flügel und wird vor allem in alten germanischen Sagen erwähnt. Gewöhnlich hat ein Lindwurm einen langen Schwanz und kurze Beine, teilweise wird er als menschenfressend beschrieben. Selten wird der Lindwurm mit Hahnenkopf dargestellt, was zur Verwechslung mit dem Basilisken führen kann. In Klagenfurt haust die Statue jedenfalls auf einem Brunnen, was wieder eine Analogie zum Basilisken zeigt.
Lindwürmer hausen entweder in dunklen Höhlen, alten Gemäuern oder ausgetrockneten Brunnenschächten. Wer sie erblickt, ist von ihrer schrecklichen Gestalt wie gelähmt. Völlig regungslos wird der Betrachter das Opfer dieses wilden und giftigen Tieres. Der Lindwurm soll wie der Basilisk aus dem Ei eines alten Hahnes geboren werden. Der Klagenfurter Lindwurmschädel ist übrigens noch heute im Landesmuseum Kärnten ausgestellt. Allerdings wurde das Corpus Delicti als eiszeitliches Wollnashorn identifiziert.
Es gibt übrigens noch einen sehr bekannten Lindwurm, der als Nessie bekannt wurde. Loch heißt im Schottischen »See« und ist das deutsche Wasserloch. Nesso aber ist das ahd. nesso, der Wurm, der Lindwurm, die Riesenschlange. Da der Name Loch Ness schon Jahrhunderte alt ist, wird es doch wohl einen Grund gegeben haben, diesem See den Namen »See des Lindwurms«, »See der Riesenschlange« zu geben

Im Klagenfurter Reptilienzoo Happ sind allerhand Tiere zu bestaunen: unter anderem ein Hecht, eine Basilisken-Klapperschlange, ein Stirnlappenbasilisk und auch ein interessantes Fundstück, welches an einem Bach in der Nähe von Radenthein gefunden wurde.  http://alien.de/cenap/cenapnews/zeigen.php?satzid=7329&page=43
Zuerst glaubte man ein außerirdisches Wesen gefunden zu haben und war ratlos. Frau Happ identifizierte es dann als einen Rochen. Als ich bei der Recherche über Basilisken viele Bilder der Fabelwesen gesehen habe, kam mir ein spezielles sehr bekannt vor. Ich konnte es zuerst nicht zuordnen, aber plötzlich fiel mir ein, dass das ausgestellte Wesen im Reptilienzoo Happ fast gleich aussieht. Vielleicht ist es doch kein Rochen sondern ein Basilisk?

Wien
Als der Bäckermeister, Martin Garhibl seine Magd zum Brunnen in den Hof der Schönlaterngasse 7 schickte, um Wasser zu holen erschrak sich diese zu Tode. Eine Menschenmenge eilte herbei und der Geselle des Bäckermeisters blickte in den Brunnenschacht, aus welchem ein gar grausiger Gestank empor stieg. Der mutige Bursch ließ sich an einem Seil in den Schacht hinab und als die Menschenmenge einen gellenden Schrei aus dem Inneren des Brunnens vernahm zogen sie ihn gleich wieder heraus.
Was der Lehrbub zu berichten hatte versetzte alle ins Staunen, denn er erblickte eine seltsame Kreatur. „Es hatte einen zackigen Schuppenschweif, glühende Augen und warzige Füße, so als wäre es aus einem Hahne, einer Schlange und einer Kröte zusammengesetzt.“
Der Legende zufolge wurde der Bub erneut in den Brunnen hinuntergelassen, dieses Mal mit einem Spiegel ausgerüstet. Sinn des Unterfangens sollte sein, daß das Tier durch den Blick in den Spiegel aufgrund seiner Hässlichkeit sterbe. Das Unternehmen glückte und die zugelaufene Menschenschar wurde angehalten, den Brunnen auf ewig zu versiegeln und große Steine und Erdklumpen in den Schacht zu werfen.
Noch heute erinnert eine Skulptur des Fabeltieres an der Hauswand in der Schönlaterngasse 9 an dieses Geschehnis. Der dazu formulierte Text lautet:

„Anno Domini MCCII ward erweldt Kayser Friedrich II. Unter seinem Regiment ist von einem Hann entsprungen ain Basilisc, welcher obenstehnder Figur gleich und ist der Brunn voll angeschutt worden mit Erden darinnen selbiges Thier gefunden worden ist. Ohne Zweyffel weil es seyner giftigen Aygenschaft vil Menschen gestorben und verdorben seynd. Renoviert A 1577 durch den Hausherrn Hanns Spannring, Buchhandler. Abermals reboviert A 1932.“

Pürgg
In der Katharinenkapelle in Pürgg sind Fresken aus dem 13. Jhd. zu sehen, auf denen unter anderem die Jungfrau Margarethe dargestellt ist, als sie einen Drachen oder Basilisken bezwungen hat. Die Inschrift lautet „VIRGO DRACONEM APPREHENDIT. ET.SUB.SE:AD:TERRAM DEICIT“ – die Jungfrau bezwingt den Drachen aus dem Martyrium der Margarethe. Auch wenn im Text Drache steht, das Bild gleicht dem eines Basilisken.

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Basel
Allein der Name der schweizer Stadt Basel (ital. Basilea) erinnert schon an den Basilisken und die Stadt ist wirklich eng verknüpft mit dem Tier.
Im Jahr 1474, am Donnerstag vor Laurenti, verbrannte man einen Hahn samt seinem Ei, das er gelegt hatte. Vorher schnitt der Henker den Hahn auf und fand noch drei Eier in ihm. Dies geschah im Beisein von viel Volk aus der Stadt und auch vom Lande. Der seltene Vorfall versetzte die Menschen in hellen Schrecken, glaubten sie doch fest daran, dass aus einem solchen Hahnenei ein Basilisk, ein Tier halb Hahn, halb Schlange krieche. Als Vorbedingung dafür galt freilich, dass der eierlegende Hahn sieben Jahre alt sein müsse, und dass das Ei im Mist von einer Schlange, Coluber genannt, ausgebrütet werde. Wie eine Chronik berichtet, fand man einst einen Basilisken in einer Höhle unter dem später dort erbauten Gerberbrunnen, wo er damals hauste. Mitte des 15. Jahrhunderts taucht der Basilisk auch als Schildhalter auf. Danach gibt es kaum noch ein Stadtwappen, das nicht von Basilisken gehalten wird.

Die älteste erhalten Darstellung lautet: „ Basellischgus du giftiger wurm und boeser fasel, nun heb den schilt der widrigen stat basel.“ Der Gelehrte Johannes Stumpf (1500-1578) berichtet in der „Chronik der Alten Eidgenossenschaft“ folgendes: ein Reisender hätte zu Zeiten Kaiser Friedrichs III in Basel Halt gemacht. Der Fremde habe eine kostbare Fracht mit sich geführt, die er als Kurier nach Amsterdam überführen sollte: einen ausgeweideten Basilisken. Auftraggeber sei ein anonymer Adeliger aus Rom gewesen. Das Wesen wurde damals originalgetreu abgemalt und als wissenschaftliches Anschauungsmaterial veröffentlicht worden. Die Stadt Basel scheint eine Art Hauptstadt der Basilisken zu sein, unzählige Berichte und Denkmäler sind hier zu finden. Auch das Pharmazie-Historische Museum bietet viele kuriose Fundstücke. (Basel ist auch heute ein Zentrum für Chemie und Pharmazie; Novartis, Syngentha, Lonza, Weleda, Bayer, Beiersdorf, CIS Pharma, Merz und Hoffmann-La Roche haben hier ihre Niederlassung. Ebenso eine Pharmafirma namens Basilea.) Die Adresse des Museums lautet Totengässlein Nr. 3. Hier waren seinerzeit auch Paracelsus und Erasmus von Rotterdam anzutreffen. Die Ausstellungsstücke gehen von Schlangenkot und Drachenblut über gekochte Riesentausendfüßler bis zum menschlichen Mumiengewebe. Basiliskenpulver gibt es dort aber nicht.

Andere Städte mit Basiliskenvorkommen: Warschau, Rom, Trier, München, Memmingen, Aachen

Uräus
In der Zoologie gibt es unter den Reptilien neben der Jesus Christus Echse noch ein zweites Tier, das den Namen Basilisk trägt – die Basilisken Klapperschlange. Sie ist nur an der Westküste Mexikos verbreitet und soll sehr giftig sein. Wieso sie diesen Namen trägt, ist nicht zu eruieren. Eine andere Schlange hat hier mehr Analogien zum Basilisken, die sind allerdings mythologisch. Es handelt sich um die Uräusschlange (auch Ureaus). Der in der Ägyptologie übliche Begriff Uräus geht auf das griechische Wort „uraios“ zurück, das Horapollo in seiner spätantiken Schrift zur Erklärung der Hieroglyphen als „basiliskos“ übersetzte. Zoologisch gesehen liegt dem Uräus eine Speikobra-Art zugrunde, die dem Opfer ihr Gift ins Gesicht spritzt. Uräus verkörpert das Feuer speiende Auge des Sonnengottes. Die daraus erwachsene Magie und Mächtigkeit machte das Reptil wie geschaffen dafür, den Schutz der Götter zu gewähren, indem es mit dem Feueratem die Feinde abwehrt.
Basilisk als Herrschaftssymbol
Das königliche Abzeichen auf dem Kopf des Basilisken – die weiße Diadem – entspricht der weißen Krone der oberägyptischen Könige. Dass ein Atemhauch des Basilisken alles vernichtet, gehört zu dem Merkmalen der Jaret (Iaret) – der Aufgebäumten. Die altägyptische Göttin Jaret war eine Schlangengöttin und wirkte zugleich als Toten- und Wiedergeburtsgöttin. Der Basilisk hat wie Jaret einen immer aufgerichteten Körper, im Gegensatz zur Kobra, die sich nur bei Gefahr aufrichtet. Auch die Längenangabe des „Kleinen Königs“ mit 12 Fingern (22cm) stimmt mit den Maßen der in ägyptischen Gräbern gefundenen Stirnschlangen überein.

Zum Jahr des Hahns
Im Buch „Children oft he Matrix“ von David Icke sind zahlreiche Verbindungen zwischen Reptiloiden, Religionen und Kontrolle beschrieben. Ebenso zwischen Basilisk, dem Hahn, Peter und der Kirche. Hier folgt eine sinngemäße Zusammenfassung und Übersetzung aus dem Englischen:
„Die Kontrolle der Menschheit durch Religionen hat ihren Ursprung in Babylon (dort fliegt der Cockatrice hin), im Land der Sumerer in Mesopotamien, ebenso wie die Kontrolle durch die Finanzwelt. Die Annunaki verlegten ihr Kontrollzentrum später von Babylon nach Rom, das war auch die Gründungszeit des römischen Imperiums und der römischen Kirche, einer Kopie der Babylonischen Religion. Sie verwenden die gleichen Symbole, Methoden und Geschichten. Es ist interessant festzustellen, dass das Wort Basilika, wie in der St. Peters Basilika von Rom, von einem Begriff einer tödlichen Schlange und König abstammt. Ein Basilisk war eine „mystische Schlange, Echse oder ein Drache, der König der Schlangen, dessen Atem alle anderen Reptilien vertrieb“. Er war ein Schlangenkönig, den alle anderen Reptilien fürchteten. Hier sehen wir wieder eine Verbindung zwischen dem Königshaus und Schlangen. Der Basilisk wurde im Psalm 91 erwähnt, aber später als Otter übersetzt. In weiterer Folge wurde er mit dem Hahn assoziiert und austauschbar mit dem Begriff Cockatrice. Die Peterskirche hat eine Verbindung zum Hahn, wie wir sehen werden…… In den alten Mysterienschulen, lange vor Jesus, war der Sprecher Gottes Peter oder Petr. Das bedeutet Felsen. Der Titel Peter wurde auch Hohen Priestern in Babylon verliehen. Peter ist außerdem mit einer Phallus Verehrung verbunden. Der Hahn war auch Symbol von St. Peter und der Name Peter kommt von Pater (Phallus oder männliches Prinzip) und Petra (Phallus Säule). Das Hähnchen, welches auf so vielen Kirchtürmen zu sehen ist, ist ein Ausdruck dessen und die Kirchen sind voller alter sexueller Symbolik. Zahlreiche Hinweise auf Säulen im Alten Testament sind ebenso Symbole für den Phallus. Jesus sagt, dass Peter ihn dreimal verleugnen wird, bevor der Hahn kräht und das ist ein weiteres Thema der mystischen Sonnenkulte. Wenn der Hahn dreimal kräht, so ist das ein Omen für den Tod. Die Symbolik des Torwächters (Peter), der der Sonne die Erlaubnis verweigert vor gegebener Zeit aufzugehen, ist ebenso ein Ritual in vielen Sonnenkulten. Das Krähen des Hahns gibt die Ankunft der Sonne bekannt. Erinnere dich, dass der Basilisk (König der Schlangen) austauschbar mit dem Begriff Cockatrice ist. Es wird erzählt, dass der Basilisk aus Hahneneiern geboren wird und in alten Darstellungen hat der Basilisk den Kopf und die Füße eines Hahns, sowie einen Schlangenschwanz und den Körper eines Vogels mit Schlangenschuppen. Der römische Gott Janus, der die Schlüssel gehalten hat, wurde in Peter verwandelt, als das Christentum in Rom gegründet wurde. In der Form, wie wir sie heute kennen, war Janus Eannus, ein anderer Name für Nimrod aus Babylon. Sogar in den frühen Jahren der römischen Kirche, von der man sagt, dass sie auf dem Felsen Peters errichtet wurde, gab es keine Erwähnung von Peter. Er wurde erst in die Geschichte aufgenommen, als die Priesterschaft ihre Fantasiegeschichte zusammenbaute.“

Zum  Abschluss ein Gedicht
Gottlieb Konrad Pfeffel (1736-1809) Fabeln:
Zu Satan sprach die alte Schlange:
„Ich borge dir zum Untergange
Des Menschen meinen Balg; allein was war mein Lohn?
Des Rächers Fluch und der noch ärgre Hohn,
Als Wurm auf meinem Bauch zu gehen.
Kann deine Kunst mein Ungemach
Nicht lindern, ha! So mußt du mir gestehen,
Mein Freund, du bist auch gar zu schwach.“
„Ich kann es, und du sollst es sehn.“
Rief der Verführer brüllend aus.
Er speit die Natter an. Aus ihrem Rücken sprießen
Zwei Flügel, gleich der Fledermaus;
Ihr Bauch erhebet sich auf gelben Hahnenfüßen
Und zeigt der schauernden Natur
Den grausigen Basilisk. Mit höllischem Vergnügen
Schaut Satan auf sein Werk. Die neue Kreatur
Versucht es bald zu gehen, bald zu fliegen,
Und zischt den Rächer aus. Jetzt bleibt ihr trunkner Blick
Auf einem klaren Bache kleben:
Sie sieht ihr Bild und fährt zurück
Und haucht bereits ihr junges Leben
In ihres Schöpfers Hand. Allein der alte Wicht
Faßt lachen sie beim Kamm: “Was soll das dumme Beben?
Gefällst du dir im neuen Schmucke nicht?“
Der Basilisk erwacht: „Vergib mir meinen Schrecken,
Mein blöder Geist war nicht darauf gefaßt,
Im Körper, den du mir gegeben hast,
So manchen Zug des Deinen zu entdecken.“
„Ey nun, ich mach es wie mein Feind
Dort oben in dem Sterngefilde,“
Versetzt der Schalk: „Ich schaffe meinen Freund
Nach meinem Ebenbilde.“

Literatur: Thomas Hofmeier „Basels Ungeheuer – Eine kleine Basiliskenkunde (Basiliskologie)“
Reinhard Habeck „Wesen die es nicht geben dürfte“

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